Inhalt
Der Begriff
Gripster ist kein geschützter Markenname, sondern ein Sammelbegriff. Gemeint sind tragbare Geräte, die mit Unterdruck flache Materialien halten und heben. Im Englischen heißen sie vacuum lifter, suction lifter oder glass lifter. Im Deutschen finden sich Saugheber, Vakuumheber, Glasheber und Fliesenheber.
Bekannt wurde der Begriff durch den GRABO, einen akkubetriebenen Handsauger für Baustellen. Heute nennen viele Hersteller und Händler ihre elektrischen Saugheber einfach Gripster.
Wie der Unterdruck entsteht
Ein Saugheber besteht aus einer flexiblen Gummisohle, einer kleinen Pumpe, einem Griff und meist einer Steuerung. Sie setzen die Sohle auf eine glatte Fläche, die Pumpe zieht die Luft aus dem Zwischenraum, und der außen liegende Luftdruck presst das Gerät an die Platte.
Der Unterdruck wird in Millibar oder als Anteil des Normaldrucks angegeben. Je niedriger der Druck im Saugraum, desto fester haftet das Gerät. Eine gute Pumpe hält den Wert automatisch, eine Anzeige macht ihn sichtbar.
Warum das sicherer ist als eine Hand
Wer eine 120 x 60 cm große Feinsteinzeugplatte mit 40 kg anhebt, greift meist an der Kante. Das ist kippelig und belastet Handgelenke und Rücken. Ein Saugheber greift mitten auf der Fläche, wo die Kraft gleichmäßig übergeht.
Bei Glas kommt ein zweiter Punkt dazu: Ein Saugheber hinterlässt keine Kratzer und keine Fingerabdrücke auf der sichtbaren Fläche.
Typische Bauformen
Worauf es beim Kauf ankommt
Nennlast, Saugfläche, Antrieb und Anzeige sind die vier Kerndaten. Die Nennlast sollte deutlich über dem Gewicht der schwersten Platte liegen. Die Saugfläche muss zur Größe und Form der Platte passen. Der Antrieb entscheidet über Komfort und Wartung, die Anzeige über die Sicherheit.
Unser Milz-Eignungs-Score fasst diese Punkte zu einer Zahl zusammen. Wie er entsteht, steht auf der Methodikseite.
Dieser Ratgeber ist redaktionell und allgemein gehalten. Bei Sicherheitsfragen gilt das Herstellerdatenblatt.